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Es werden Posts vom Dezember, 2005 angezeigt.

Port

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  Soo, ein weiterer Schritt im Kampf gegen meinen Krebs ist getan: Der Port liegt! Nochmal kurz dargestellt, was das eigentlich ist: Der Port: Der Port ist ein mit einer Silikonmembran ausgestattetes kleines Hohlsystem, das mit dem Venenverweilkatheder verbunden ist. Der Port wird komplett in das Unterhautfettgewebe eingepflanzt, er wird bei Bedarf durch die Haut punktiert. Am 29. Dezember bin ich in Wilhelmshaven mit Vattern morgens ins Krankenhaus gefahren; der Chef der Gefäßchirurgie hat netterweise einen freien Tag ausfallen lassen, um mich persönlich zu operieren. Hat schon seine Vorteile, wenn man Töchterchen vom gefürchtetsten Oberarzt des Krankenhauses ist... Ganz lustig war, daß mein Vater ein paar Tage vor der OP wissen wollte, ob ich ne Überweisung habe, oder ob sie das schwarz machen müßten, denn dann müßte man noch irgendwie von einem Pharmavertreter an einen Port kommen, den könne man dann nicht aus Krankenhausbeständen nehmen... Aber das lief alles völlig legal ab, d...

Screening

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  Gestern und heute hatte ich diverse Untersuchungen (Knochensinti, Röntgenthorax, Lebersono, EKG, etc.) zum Ausschluß von Zweittumoren und Metastasen: Alles in Ordnung! Das hier ist mein Skelett! Lustig, gell? Den Port bekomm ich in WHV am 29. (Port= Dauerzugang, damit man für die Chemos nicht immer Kanülen in den Arm gejagt bekommt. Sitzt unter der Haut unterm Schlüsselbein. So in etwa die Größe einer Dose Tigerbalm siehe: http://brustkrebs.blogger.de/stories/435611/ ), so dass ich zum Boßeln in jedem Fall noch voll einsatzfähig bin! Zieht Euch warm an!(Das war jetzt für die Wilhelmshavener!) Ihr Lieben! Falls Ihr noch nicht eingeschlafen seid bei soviel Text: Danke fürs zuhören! Und der nächste Brief kommt dann schätzungsweise um den 10. Januar nach der ersten Chemo!. Bis dahin alles Liebe, gemütliche, entspannte Weihnachten mit Leuten, die Ihr gerne um Euch habt und für 2006 wünsche ich euch vor allem anderen Gesundheit!

Gynäkologen- Klatschen!

  Habe Montag mit meinem Gyn gesprochen, ihm alles an den Kopf geklatscht, was mir so nicht gepasst hat an seinem Verhalten (die Szenarien, in denen ich ihm ganz souverän sage:“Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich die Einnahme eines Prolaktinhemmers erst mit meinem behandelnden Onkologen klären muß!“ waren ja von vornherein unrealistisch, da ich nun mal wie alle Junges 1.nah am Wasser gebaut bin und 2. schon immer Probleme hatte mich kurzzufassen…:o)!). Hat extrem gutgetan („Lassen sie mich ausreden! Mir fällt das schwer genug, ihnen das alles zu sagen, aber ich muß das jetzt loswerden, sonst werd ich irre!...“. „…Sie waren so dermaßen arrogant und selbstgerecht, als ich die Einweisung fürs Krankenhaus haben wollte…“. „…Und wenn ich auf sie gehört hätte, wär die Kacke am Dampfen, es ist nämlich doch ein Mammacarcinom!“ DÄ! ) und er hat extrem professionell reagiert, muß ich sagen. Hat sich mehrfach entschuldigt, hat mir noch mal genau erklärt, wie sich für ihn die Diagn...

Behandlungsplan

  Termin zur Befundbesprechung bei Dr. Darsow (Oberärztin von Rezai): Hat sich unheimlich Zeit genommen und das weitere Prozedere erklärt. Grober Abriß: Chemo, OP, Bestrahlung, fertig! Warum diese Reihenfolge: Wenn man vor der OP gewusst hätte, dass der Tumor bösartig ist, dann hätte man während der OP einen Wächterlymphknotenstatus erhoben und betroffene Lymphknoten entfernt. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird dabei ein Mittel in den Tumor gespritzt, das betroffene Lymphen einfärbt oder so. (Axel, Eva (Ärzte), Lotzgen(Biologe), Tini(Chemikerin)- korrigiert mich, wenn das hier totaler Blödsinn ist!!! Als mir das erklärt wurde, war das so viel auf einmal, dass ich sicher das eine oder andere nicht verstanden habe). Da man ja davon ausgegangen ist, dass ein korrektes Ergebnis der Biopsie vorliegt, war das natürlich nicht notwendig und jetzt ist der Tumor weg, d.h. man hat nix zum Markieren. Und die Wege vom Tumor zu den Lymphen sind auch gekappt durch die OP, weswegen man -bi...

Die Diagnose 15.12.2005

  Morgens angerufen, ob mein Befund da sei. Ja, isser. Ich hätte ja am folgenden Montag nen Termin, dann würde man mir das mitteilen! Nach hartnäckigem Feilschen konnte man mir dann für den nächsten morgen einen Termin bei der Oberärztin geben, damit ich nicht so lang warten musste. Als ich das meiner Mutter erzählte, schlug sie vor , mein Vater könne doch mal nachhaken, denn der sei ja nun auch Arzt und würde das Ergebnis sicher auch gefaxt bekommen. Nach einigem Hin und Her zwecks Identifizierung und Genehmigung wurde also der Befund nach WHV gefaxt und ich verbrachte 20 scheußlichste Minuten wie ein Tiger im Käfig (da nicht sofort ein Rückruf kam, hatte ich befürchtet, meine Eltern wollten erstmal konferieren, wer es mir schonend beibringt, zumal dann auch noch Alex nach Hause kam, obwohl er eigentlich arbeiten sollte. Als ich aber meine Mutter telefonisch zur Rede stellte, war sie ganz entspannt und ging davon aus, dass das Fax noch nicht da sei. Ich war wieder beruhigt). Bis m...

"prophylaktische" OP

  Evangelisches Krankenhaus D’dorf Donnerstag OP-Vorbereitung, abends mit den anderen 10 Frauen die am gleichen Tag operiert werden sollten in Rezais Praxis gesessen und Geschichten ausgetauscht (ich war definitiv das kleinste Licht unter den Eingriffen). Freitag OP (erst gegen Mittag, da er mit den komplizierten Sachen anfing und ich war die letzte): Das schlimmste war, dass ich den ganzen Vormittag (um 13 Uhr hat man mich geholt) nichts trinken durfte und dass man meine Schlaftablette vergessen hatte, so dass ich im Gegensatz zu meinen Zimmergenossinnen nicht im Halbschlaf in den OP kam, in dem sich alle über mich rüber unterhielten, als wäre ich gar nicht da, bis ich anfing zu heulen vor Nervösität, woraufhin dann gnädigerweise meine Narkose kam. Am Samstag wurde der Verband abgemacht, am Dienstag die Drainage gezogen und Mittwoch kam ich wieder nach Hause. So lange das Ergebnis nicht da war, konnten Alex und ich nicht wirklich entspannen, aber im Grunde haben wir nicht mehr wir...

...oder auch nicht?!

  7. Dezember Mittwoch sagte Dr. Rezai: „Das sind ja gute Nachrichten! Ich dachte, das wär Krebs! Hoffentlich haben die nicht vorbeigestochen!“ und empfahl mir, den Knoten trotzdem entfernen zu lassen. Er habe ja schon einen OPTermin für mich Freitag eingeplant, den könne ich ja trotzdem wahrnehmen, dann würde man halt nicht die Lymphen mitentfernen, sondern nur den Knoten. Das hieß, dass für ihn das Ding so böse aussah, dass er mir schon prophylaktisch nen OPtermin gemacht hatte, obwohl man bei ihm darauf auch gerne mal etwas warten muß! Für mich war eh klargewesen, dass ich den Knoten entfernt haben möchte, aber spätestens da war ich auch bereit, den Urlaub ganz sausen zu lassen und das nicht bis Januar aufzuschieben. Also sollte ich Donnerstag in die Klinik um Freitag operiert zu werden! Ab zu meinem Gyn zwecks Überweisung. Der sagte: Na das sind ja prima Nachrichten, hab ich doch gleich gesagt, jetzt testen wir mal den Prolaktinwert, wahrscheinlich liegt das daran, dann bekomme...

Entwarnung!

  6. Dezember Nach einem Horror- Wochenende (ich glaube, das waren die schlimmsten 3 tage der vergangenen 4 Wochen) kam dann der Anruf: „Frau Schüren, ihr Ergebnis ist da, es ist aber nichts! Keine Malignität erkennbar!“ Die Erleichterung setzte schockartig ein; wir haben erstmal ne Weile geheult. Diagnose war „fibröse Mastopathie und chronische Mastitis“. Nachmittags bei meinen Schwiegereltern ne Flasche Champagner geköpft, abends meinen Eltern gebeichtet, dass wir nicht wegen eines Jobs, sondern wegen des ausstehenden Ergebnisses noch nicht im Urlaub waren , aber jetzt sei ja alles gut. Allen Eingeweihten die gute Nachricht verkündet und abends vor lauter Glück gesoffen!

Zweitmeinung 5. Dezember

  5. Dezember Praxis Dr. Rezai, D’dorf Da wir den Termin nun schon mal hatten, waren wir auch da, Dr. Rezai machte nen Ultraschall und sagte, dass er auch der Meinung sei, es sei Krebs und dass wir sobald das Ergebnis da sei, noch mal vorbeikommen sollte, dann würde man schnellstmöglich operieren. Wir sollten in jedem Fall Mittwoch noch mal kommen.

Biopsie 2. Dez 2005

  2. Dezember Uniklinik Köln. Nach sehr ausführlicher Untersuchung (ca. 10 Min jede Brust abgetastet plus 10 bis 15 Min Ultraschall) beschloss man also zu stanzen. Ich bekam gezeigt wie so ein ding aussieht und erklärt, dass man damit aus dem Tumor Stücke herausstanzt. Bin also davon ausgegangen, dass man (s.o. „auf 2.00 Uhr“ in den Knoten piekst) Nach örtlicher Betäubung bat man mich, auf den Ultraschallschirm zu sehen und ich bemerkte“ Das fühlt sich an, als ob meine Brustwarze piekst!“ „Ja, da bin ich jetzt auch dran, da mach ich eien kleinen Schnitt, durch den dann die Kanüle kommt“ Auf meine Frage, warum man sich 5 cm durch die Brust bohrt, statt direkt in den Tumor, erklärte man mir, das sei kosmetisch schöner, da man am Brustwarzenrand die 1mm- Narbe nicht mehr sehen würde. Unverständlicherweise erschien mir das zu dem Zeitpunkt einleuchtend! Also bohrte sich die Dame lustig 4 mal durch meine Brust zum Tumor vor und entnahm 4 Proben. Den Bluterguß kann man heute (21.12.) noc...

Mammografie

  1. Dezember Koffer fertig gepackt. Dachten ja, wir gehen zur Mammo, bekommen beruhigende Nachrichten und können abends fliegen (Buchungslage sah sehr gut aus, so daß wir uns für den Abend in der Businessclass sicher wähnten!). Mammo war völlig unspektakulär (ich hatte immer gedacht, das tut weh- tut es NICHT!), man konnte auch kaum was sehen, da in meinem Alter meistens das Drüsengewebe so fest ist, daß Ultraschall mehr bringt. Das hat sie dann außerdem noch gemacht und sagte, sie sei der Meinung, der Knoten müsse DRINGEND eingehender untersucht werden und ich solle eine Stanzbiopsie machen lassen. Unter Tränen (wobei zur Angst, es könne doch was sein auch noch ein großer Teil Enttäuschung über den verschobenen Urlaubsbeginn kam) bei Eva angerufen (enge Freundin meiner Mutter, Familienvertraute und Gynäkologin in Wilhelmshaven), die ich um Übersetzung der Diagnose der Radiologin bat. (TEXTAUSZUG: Beurteilung: Parenchymdichte ACR-IV. Links oben aussen bei 2.00 Uhr, 5 cm von der Ma...