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Pfingsten

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  Da meine Leukozyten letzte Woche ziemlich im Keller waren (hing möglicherweise mit nem fiesen Infekt zusammen, den ich mir eingefangen hab), hab ich 5 Tage gespritzt und die Produktion wieder angekurbelt. Am Tag nach der Chemo hatte ich meinen Perückentermin (da ich vor 20 Jahren meine Perücke eigentlich nie getragen habe, wollte ich dieses Mal eine, die man auch im Karneval tragen kann oder auch zu anderen Events, zu denen frau sich lange Haare wünscht) und meine 3 Männer und ich hatten ein vergnügliches Stündchen mit ca 15 verschiedenen Frisuren. Am Ende schwankten wir zwischen 2 Modellen (letztendlich zwischen vernünftig ohne und unvernünftig mit Zuzahlung) und nach Rücksprache mit meiner Familie und (Mudder-) Wahlfamilie wurde der Vernunftaspekt ausgehebelt und die Zuzahlung von meinen Freunden übernommen. Sodass jetzt Modell "Kylie" künftig mein Haupt zieren wird- so lange Haare hatte ich -wenn überhaupt jemals- mit 18. Gegen die Muskel-und Gelenkschmerzen hab ich am D...

3. Chemo

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 Die Woche war eher durchwachsen. Freitag hatte ich ja schon von den Nebenwirkungen geschrieben, die sich im Laufe des Tages noch steigerten, sodass ich dann gegen Abend mein rechtes Bein gar nicht mehr vors andere setzen konnte, ohne es am Hosenbein zu ziehen. Da hab ich dann zum Schlafengehen ein Schmerzmittel genommen und Samstag war eigentlich alles weitgehend weg bis auf leichten Muskelkater. Abends waren wir auf ner Dinnerparty eingeladen (Danke an Andrea und Christian) und hatten einen richtig schönen Abend mit tollem Essen und vielen netten Menschen. Hab aber dann doch irgendwann gemerkt, dass ich erschöpft bin und so waren wir gegen Mitternacht daheim. Sonntagmorgen wollte ich laufen gehen, aber da waren dann plötzlich doch wieder Gelenkschmerzen da, sodass ich nur gaaanz kleine Schrittchen machen könnte und ich das Omajogging in ganz neue Sphären gehoben hatte mit einem km-Schnitt von über 9min/km🫢🫣. Den Rest des Sonntags und Montags hab ich mich dann noch mit nem versp...

2. Chemo, 2. Versuch

  Nachdem das am Dienstag ja nun nicht geklappt hatte, wurde dann Mittwoch der neue Versuch gestartet und das hat dann auch ganz prima funktioniert. Noch ein Vorteil der neuen Darreichungsform ist, dass der Beutel deutlich kleiner ist und mir ordentlich Zeit einspart. Durch den kleinen Schreck, den ich da auf der Station Dienstag ausgelöst hab kennen jetzt 2 Ärzte und ein paar von den Pflegekräften meinen Namen- das kann ja immer mal ganz hilfreich sein. Heute, am übernächsten Tag nach der Chemo habe ich auch wieder ein paar Nebenwirkungen zu vermelden- neben einer latenten Übelkeit und wie beim letzten Mal Unterbauch- und -rückenschmerzen kommen heute noch Gelenkschmerzen in der Hüfte dazu, sodass ich herumhumpele wie ne alte Frau. Aber das lässt sich aushalten und letzte Woche war am nächsten Tag ja auch alles wieder weg....

Allergische Reaktion

  Immer mal was Neues... Nachdem ich heute also wegen der gestrigen Evakuierung einen Zeitslot um 14 Uhr bekommen hatte, hing ich um 16 Uhf am Tropf, hatte gerade NaCl, Cortison und Antihistamin durch und die ersten Tropfen Chemo liefen ein. Ich hab meine Stuhl bequem in Liegeposition gefahren und die Augen zu gemacht und dachte gerade " Hm, irgendwie hab ich nen Druck auf der Brust beim Einatmen", da fragte mich die Schwester schon "Frau Schüren, alles in Ordnung?" (Offenbar hatte ich nen Rash) Ich teilte ihr meine Beobachtung mit, da hatte sie innerhalb von 3 Sek die Chemo gestoppt, nen Arzt gerufen und fing schon an, ne Spritze aufzuziehen.... Offenbar ist es relativ häufig, dass man (gerade bei der 2. Gabe) auf das Lösungsmittel allergisch reagiert. Nun laufen nochmal Cortison und Antihistamin ein, ich muss noch ne halbe Stunde zur Beobachtung bleiben und bekomme morgen denselben Wirkstoff in anderem Trägermittel und das Carboplatin. Mist.

2. Chemo verschoben

  Heute erhielt ich einen Anruf aus der Chemoambulanz. Wegen des in Lindenthal gefundenen 10-Zentner-Blindgängers (bzw. wegen der für morgen geplanten Entschärfung) muss die Klinik morgen evakuiert werden, sodass die 2. Chemo auf Dienstagnachmittag verschoben wurde. Leben in Köln...🙄

Sport- Studie

  Nachdem ich jetzt schon mehrfach gefragt wurde, wie denn die Sportstudie so sei, hier eine kurze Zusammenfassung: geht so...🤣 Was genau bei der Studie eigentlich genau herausgefunden werden soll habe ich bislang versäumt zu fragen- das werde ich aber nächste Woche herausfinden. Der Ablauf ist bislang folgendermaßen: Letzte Woche wurde im Centrum für interdisziplinäre Onkologie an der Uniklinik eine Körperanalyse und ein Spyrometer- Test durchgeführt als Startmessung. Da musste ich mit 30 Watt beginnend immer 2 Min (?) bei 70 Umdrehungen radeln und dann wurde 15W gesteigert. 180 hab ich noch geschafft und bei 195 konnte ich die 70 Umdrehungen nicht mehr halten. Also war 180W mein Max. Beim eigentlichen HIIT Training für die Studie sitze ich auf nem Fahrrad, muss erst 5 min bei 50W warm radeln, dann kommen 6 x 30sek bei abwechselnd 160W (90% meines max) und bei 50 W, gefolgt von 3 Min Pause bei 50W. Davon gibt es je drei Blöcke und am Ende 5 Min "Cool-down". Immer bei 65-70 ...

Nebenwirkungen

  Seit heute Vormittag hab ich ein paar kleinere Maläste- ob das Nebenwirkungen sind, ist nicht gesichert, aber wahrscheinlich: Trockener Mund, Unterleibsschmerzen (Bauch und Rücken- wie Periodenschmerzen oder auch Wehen) und leichte Koddrigkeit. Doof, aber aushaltbar. Mal sehen, ob es durch Sport verschwindet- habe jetzt meinen ersten HIIT Termin in der Uniklinik. Portnarbe sieht gut aus, Bluterguss drumherum verschwindet auch so langsam und auf dem Bauch schlafen geht auch wieder. Der Port selber stört eigentlich nur bei großen Armbewegungen über Kopf oder nach hinten. Gewöhne ich mich sicher bald dran, solche Bewegungen lieber zu lassen.